Die Zeiten, in denen Geschäftsreisende selbstverständlich ins Hotel eincheckten, sind vorbei. Immer mehr Unternehmen — von internationalen Konzernen bis hin zu mittelständischen Betrieben — setzen auf möblierte Wohnungen als Alternative zum klassischen Hotelaufenthalt. Dieser Trend verändert den Markt für temporäres Wohnen grundlegend.
Für Vermieter in Deutschland eröffnet sich damit eine wachsende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, möblierten Unterkünften. Doch was genau treibt diesen Wandel? Und wie können Sie als Vermieter davon profitieren?
Der Kostenvorteil: Konkrete Zahlen
Der offensichtlichste Grund für den Umstieg ist finanzieller Natur. Ein Hotelzimmer in einer deutschen Großstadt kostet durchschnittlich 120 bis 200 Euro pro Nacht. Bei einem Aufenthalt von 30 Tagen summiert sich das auf 3.600 bis 6.000 Euro — ohne Frühstück und Nebenkosten.
Eine möblierte Zwei-Zimmer-Wohnung in vergleichbarer Lage kostet zwischen 1.800 und 3.500 Euro pro Monat, inklusive Nebenkosten und Internet. Das entspricht einer Ersparnis von 30 bis 60 Prozent gegenüber dem Hotel.
| Kostenfaktor | Hotel (30 Tage) | Möblierte Wohnung |
|---|---|---|
| Unterkunft | 3.600–6.000 EUR | 1.800–3.500 EUR |
| Verpflegung | 900–1.500 EUR (Restaurant) | 300–500 EUR (Selbstversorgung) |
| Wäscheservice | 200–400 EUR | Waschmaschine vorhanden |
| Gesamt | 4.700–7.900 EUR | 2.100–4.000 EUR |
Bei mehreren Mitarbeitenden multipliziert sich die Ersparnis entsprechend. Ein Unternehmen, das fünf Ingenieure für drei Monate nach München entsendet, spart mit möblierten Wohnungen gegenüber Hotels schnell 30.000 bis 50.000 Euro.
Mehr Platz und Komfort für Mitarbeitende
Ein Hotelzimmer bietet in der Regel 20 bis 25 Quadratmeter. Eine möblierte Wohnung dagegen 45 bis 70 Quadratmeter — mit separatem Schlafzimmer, Wohnbereich, Küche und oft einem Balkon. Für Mitarbeitende, die wochen- oder monatelang unterwegs sind, macht dieser Unterschied viel aus.
Studien zeigen, dass Mitarbeitende in Wohnungen produktiver arbeiten und zufriedener sind als in Hotelzimmern. Die Möglichkeit, selbst zu kochen, in Ruhe zu arbeiten und einen normalen Alltag zu führen, reduziert den Stress einer Entsendung erheblich.
Arbeitsplatz in der Wohnung
Viele Mitarbeitende arbeiten an einzelnen Tagen von zu Hause. In einer Wohnung mit dediziertem Arbeitsplatz ist das problemlos möglich. Im Hotel bedeutet das: Arbeiten auf dem Bett oder an einem winzigen Schreibtisch — nicht gerade förderlich für die Produktivität.
Privatsphäre und Normalität
Nach einem langen Arbeitstag in einer fremden Stadt wünschen sich die meisten Menschen Privatsphäre und ein Gefühl von Zuhause. Eine eigene Wohnung bietet genau das — im Gegensatz zur anonymen Hotelatmosphäre mit täglichem Zimmerservice und Frühstücksbuffet.
Teamzusammenhalt bei Projektentsendungen
Ein häufig unterschätzter Vorteil: Wenn Unternehmen ein Team für ein Projekt entsenden, können mehrere Wohnungen im gleichen Gebäude oder Viertel angemietet werden. Die Mitarbeitenden leben in unmittelbarer Nähe zueinander, können gemeinsam kochen und sich nach der Arbeit treffen.
Dieser informelle Austausch stärkt den Teamzusammenhalt erheblich — insbesondere bei internationalen Teams, die sich erst vor Ort kennenlernen. In einem Hotel verteilen sich die Teammitglieder auf verschiedene Etagen und sehen sich nur bei der Arbeit.
Längere Aufenthalte verlangen Flexibilität
Die durchschnittliche Dauer von Geschäftsentsendungen nimmt zu. Während früher ein- bis zweiwöchige Reisen die Norm waren, dauern moderne Projekte häufig ein bis sechs Monate. Bei solchen Zeiträumen wird ein Hotelaufenthalt nicht nur teuer, sondern auch unzumutbar.
Unternehmen benötigen flexible Lösungen, die sich an den Projektzeitplan anpassen. Eine möblierte Wohnung kann — bei entsprechender Vertragsgestaltung — verlängert oder verkürzt werden. Hotels bieten diese Flexibilität bei Sondertarifen in der Regel nicht.
Die Rolle von Rentaborg
Rentaborg verbindet Vermieter mit Unternehmen, die möblierte Wohnungen für ihre Mitarbeitenden suchen. Als professioneller Vermittler übernimmt Rentaborg die gesamte Abwicklung:
- Matching: Wir gleichen Ihre Immobilie mit den Anforderungen unserer Firmenkunden ab
- Vertrag: Rentaborg schließt den Mietvertrag direkt mit Ihnen — ein Ansprechpartner, eine Rechnung
- Koordination: Vom Einzug über die Betreuung bis zum Auszug — wir kümmern uns um alles
- Konstante Auslastung: Durch unser Netzwerk internationaler Firmenkunden können wir eine hohe Belegungsrate gewährleisten
Für Vermieter bedeutet das: stabile Mieteinnahmen ohne den Aufwand der Selbstverwaltung. Für Unternehmen: ein verlässlicher Partner, der qualitativ hochwertige Unterkünfte in ganz Deutschland bereitstellt.
Nachhaltigkeit als Entscheidungsfaktor
Immer mehr Unternehmen berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte bei der Wahl der Unterkunft. Möblierte Wohnungen haben in der Regel einen geringeren ökologischen Fußabdruck als Hotels: weniger Energieverbrauch pro Quadratmeter, keine tägliche Reinigung mit Industriechemikalien und die Möglichkeit, Lebensmittel lokal einzukaufen statt täglich im Restaurant zu essen.
Dieser Aspekt spielt insbesondere für große Konzerne eine Rolle, die ihren CO2-Fußabdruck bei Geschäftsreisen reduzieren möchten. Die Unterbringung in Wohnungen statt Hotels kann direkt in die Nachhaltigkeitsberichterstattung einfließen.
Was Vermieter beachten sollten
Wenn Sie Ihre Immobilie für den Firmenmarkt positionieren möchten, beachten Sie folgende Punkte:
- Internet: Mindestens 100 Mbit/s — für Videokonferenzen und Remote-Arbeit unverzichtbar
- Arbeitsplatz: Ein dedizierter Schreibtisch mit bequemem Stuhl und guter Beleuchtung
- Küche: Vollständig ausgestattet mit Geschirrspüler, Backofen und ausreichend Geschirr
- Waschmaschine: In der Wohnung oder im Gebäude — Firmenkunden erwarten dies als Standard
- Transparente Kosten: Pauschalmiete inklusive aller Nebenkosten, keine versteckten Gebühren
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